Frankfurt (Oder) – die europäische Doppelstadt entdecken

Die kreislose Stadt im Land Brandenburg ist eine der 4 Doppelstädte, die sich an der deutsch-polnischen Grenze befinden. Neben Guben, Görlitz und dem Ostseebad Heringsdorf ist Frankfurt (Oder) die größte Stadt im Bunde. Gemeinsam mit Słubice (Polen) wird hier in vielen wesentlichen Bereichen zusammengearbeitet. So stammen Stadtplanung, Tourismus und Bildung aus deutsch-polnischer Feder. Die gemeinsamen Aktivitäten beider Städte  werden vom Frankfurt-Słubicer Kooperationzentrum umgesetzt. Die polnische Stadt Słubice entstand 1945 aus dem Stadtteil Dammvorstadt und gehört seit dem Ende des zweiten Weltkrieges zu Polen.

Zudem ist Frankfurt (Oder) mit seinen knapp 58.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt im Land Brandenburg (nach Potsdam, Cottbus und Brandenburg an der Havel). Seit 1999 trägt die Stadt die Zusatzbezeichnung “Kleiststadt”, die ihrem berühmtesten Sohn Heinrich von Kleist (Dramatiker, geboren 1777 in Frankfurt) gewidmet ist. Im Jahr 1991 wurde die Europa-Universität Viadrina neu gegründet und machte aus der Stadt wieder eine Universitätsstadt. Sie grenzt an die Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland, sowie an das Nachbarland Polen. 

Ausflugsziele in Frankfurt (Oder)

Natürlich kennen wir unsere Stadt und sie liegt uns am Herzen. Würdest du uns Fragen, ob sich ein Ausflug nach Frankfurt (Oder) lohnt, dann bekommst du von uns ein klares “Ja”! Gern informieren wir dich vor Ort, was es alles so zu erleben gibt in der Stadt vor unserer Haustür und welche aktuellen Veranstaltungen besucht werden sollten. Auch zum Thema Sport wird dort viel geboten. Facettenreich und entspannt wirkend ist Frankfurt einen Ausflug wert. Unser Team informiert dich gern über Einzelheiten. Vorab fassen wir aber hier die Highlights der Stadt zusammen.

St. Marienkirche Frankfurt (Oder)

Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert gilt als Wahrzeichen der Stadt. Sie gilt als eines der bedeutensten Backsteingotik-Bauwerke des Landes Brandenburg. Die fünfschiffige Hallenkirche wurde im April 1945 stark beschädigt und man begann 1979  damit, die Kirche zu sanieren. Ein prächtiges Bauwerk, an dem man unbedingt Halt machen sollte.Im Inneren erwarten drei zwölf Meter hohe Chorfenster mit ihrer Farbpracht auf den Besucher. Mit beeindruckender mittelalterlicher Glasmalerei wird hier die Schöpfungsgeschichte, sowie die Christus- und die Antichristlegende erzählt. Ein Kunst auf insgesamt 117 Bildern. In der St. Marienkirche kann man aber nicht nur bewundern, sondern auch erleben, denn es werden auch regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt. Ausstellungen, Konzerte und der beliebte jährliche Weihnachtsmarkt sorgen immer wieder für kulturelles Leben in der wunderschönen Kirche.

Rathaus Frankfurt (Oder)

Direkt neben der St. Marienkirche befindet sich das Rathaus der Stadt Frankfurt (Oder). Ein ebenfalls im 13. Jahrhundert errichtetes Gebäude in nordeutscher Backsteingotik. Einst diente es als zweistöckige Kaufhalle mit Ratsstube und Gerichtslaube. Der imposante Südgiebel wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Auf der Spitze befindet sich ein vergoldeter Herring aus dem Jahr 1454 und symboliert die Bedeutung der Stadt im mitteralterlichen Herringshandel. Wie die St. Marienkirche Opfer des 2. Weltkrieges wurde, so auch das Rathaus. Im Jahre 1950 konnte es wieder aufgebaut werden. Heute dient das Rathaus als Stadtverwaltung und beherbergt die Galerie “Junge Kunst”.

Ebenso findet man im Inneren des schönen gebäudes kulinarisches und Kultur. Ein Restaurant und das Kabarett “Die Oderhähne” empfangen hier ihre zufriedenen Gäste. Das Rathaus und St. Marienkirche befinden sich im unmittelbaren Herzen der Stadt und laden zum gemütlichen Schlendern ein. Eine Vielzahl an Restaurants und Cafés können für entspannte Pausen beim Stadtrundgang sorgen und alles scheint hier zum Greifen nahe. Der ideale Ausgangspunkt, um Frankfurt (Oder) zu entdecken. Bereits drei Minuten Fußweg entfernt kann man die Oderpromanade erreichen und seinen Blick ins benachbarte Polen schweifen lassen.

Stadtbrücke

Eine Brücke, ein Fluß und zwei Länder. Die Stadtbrücke ist die direkte Verbindung nach Polen und verbindet Frankfurt und Słubice, die lediglich durch die Oder getrennt werden. Bereits im Mittelalter spielte die Brücke eine große Rolle, besonders für Händler der Hanse und Pilger auf dem Jakobsweg. Erbaut wurde die Oderbrücke im Jahr 1895 und führte in die damalige Frankfurter Dammvorstadt. Damals führte hier sogar ein Bahngleis über die Brücke. Im Jahr 2002 wurde die Brücke dann neu erbaut, um auch eventuellem Hochwasser bis 34m standzuhalten. Ein mal überquert befindet man sich schon in Polen und ein Besuch in Słubice ist auf jeden Fall einen kleinen Ausflug wert. 

Friedensglocke

Wer einen Spaziergang entlang der Oderpromenade macht, dem wird sicherlich die Friedensglocke auffallen. Diese ist ein Baudenkmal für die Oder-Neiße-Grenze zwischen der DDR und Polen. Traditionell wird die Glocke am 1. September zum Weltfriedenstag geläutet und antwortet auf die Sirenen aus der polnischen Nachbarstadt. Sie hing bis 2011 in einen Glockenholz am Holzmarkt, welches von Johannes Müller entworfen wurde. Nach einer kostenintensiven Saniereung fand die Friedensglocke dann im August 2011 ihren neuen Platz an der Oderpromenade. Seitdem wird sie von einem Edelstahlgestell umrahmt und gehalten. Die Glocke ist ein beliebtes Fotomotiv. 

Oderpromenade

Die Oderpromenade scheint ein Ruhepol der Stadt zu sein. Wer anstatt der schönen Stadtparks lieber den Blick über die Oder in die Ferne schweifen lassen möchte, dem sei die Oderpromenade wärmstens emfohlen. Hier kann man direkt an der Oder, entlang vieler Sehenswürdigkeiten, Kusntwerken, Caffés und Restaurants am Oderufer flanieren. Auch der Abstecher nach Polen ist ein Katzensprung. Von hier aus empfehlen sich auch Bootsfahrten auf der Oder. Diese sind an den Anlegestellen der Fahrgastschiffe möglich. Zahlreiche Bänke und Fahrradständer ermöglichen jeder Zeit eine gemütliche Rast. Auch im Dunklen macht der Spaziergang entlang der Oder Spaß, was durchaus an der hübschen Beleuchtung liegen kann.

Ziegenwerda

Die Insel Ziegenwerda befindet sich zwischen Alter und Neuer Oder. Einst erhielten hier die Ziegen ihr Futter von den Fischern auf der Oder. Heute dient sie als Entspannungsort für Spaziergänger und Jogger. Der Ostteil der Insel ist mit seinem Urzustand ein Ort zum Abschalten. Naturliebhaber werden die Aussicht auf die Oder lieben und sich im naturbelassenen Vogelschutzgebiet wohlfühlen. Die östlichen Bereiche der Insel dienen als Lebensraum für über 100 Tier- und Pflanzenarten. Der westliche Teil der Insel hingegen ist mit einer Promenade versehen und wird von ausgedehnten Blumenrabatten begleitet. Idyllisch angelegte Wasserläufe lassen gern kurzzeitig meinen, ganz woanders zu sein. Ein Abenteuerspielplatz, ein Panoramakino und Gastronomie versprechen kurzweilige Aufenthalte auf der Insel Ziegenwerda.

Brunnenplatz – das bunte Herz im Zentrum

Du möchtest wissen, wo man in Frankfurt (Oder) gemütlich sitzen und entspannen kann? Wo gibt es in Frankfurt Cafés und Restaurants? Ein guter Tip für einen Kaffee, ein leckeres Eis oder ein gutes Essen ist der Brunnenplatz in Frankfurt (Oder). Außerdem gibt es hier neben dem kulinarischen Angebot auch jede Menge “Bunt”. Dieses “Bunt” gefällt besonders den Kindern und somit kann man an warmen Tagen während einer Kaffeepause seinen Kleinen beim Spielen und Planschen zuschauen. Der Comic-Brunnen ist das optische Highlight auf dem zentralen Platz der Stadt.

Seit dem Jahr 2000 erfreuen hier acht bunte Figuren die Besucher und sorgen für reichlich Farbe. Auf dem oberen Teil des Platzes beginnt dieses Schauspiel mit einer 5,20m hohen Uhren-Figur, die im 50cm tiefen Wasserbecken steht. Dem Wasserlauf abwärts folgend stehen dann die sieben weiteren Figuren, die Sonne, Mond und Erde, sowie Männlichkeit und Weiblichkeit verkörpern. Besonders schön anzusehen sind die Figuren auch im Dunkeln, denn sie werden durch ebenerdig versenkte Halogenleuchter eindrucksvoll angestrahlt.

Magistrale, Oderturm & Lenné Passagen

Die Karl-Marx-Straße (Magistrale) ist die belebte Ader der Stadt. Hier kann man shoppen, speisen und flanieren und sich an den Spuren des ehemaligen sozialistischen Charmes erfreuen. Zahlreiche Geschäfte laden zum Stöbern ein und Restaurants locken mit leckeren Angeboten. Wem das noch nicht genug ist, der begibt sich am besten gleich in die beiden Einkaufszentren.

Zum einen der Oderturm, der weit über die Dächer der Stadt hinausragt und zum zweiten die gegenüberliegenden Lenné Passagen. Beide Gebäude sind mit einer aus Glas gefertigten Verbindung über die Karl-Marx-Straße verbunden und bieten ausreichend Einkaufsmöglichkeiten in fast alles Bereichen.

Der unter Denkmalschutz stehende Straßenzug hat eine beachtliche Breite von 19,20 Meter. Zwischen den beiden Fahrspuren verlaufen zwei Straßenbahnschienen. Auch wenn man nicht vor hat zu shoppen oder zu speisen, lohnt sich ein Spaziergang auf der Magsitrale und wenn man die moderne und bunte Reklame einfach mal übersieht, dann kann man sich schnell mal mehrere Jahrzehnte zurückversetzt fühlen.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Frankfurt (Oder), die man gesehen haben sollte

Natürlich hat die Oderstadt noch weitaus mehr zu bieten und wer die Stadt etwas näher erkunden möchte, der kann sich guter Dinge vom Zentrum entfernen und sich auf die Suche nach folgenden Plätzen begeben:

  • Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst
  • Friedenskirche
  • Gertraudenpark
  • Heilandskapelle
  • Kleist Forum
  • Kleist Museum
  • Kleistpark
  • Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach
  • Lennépark

Infos zur Stadt und den Sehenswürdigkeiten findet man auf www.frankfurt-oder.de